Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

Das Dorf

von

Arno Strobel



Genres:        Psychothriller
Verlag:          Fischer
ISBN             978-3-596-198344
Erschienen:  18. Dezember 2014
Einband:       Taschenbuch
Seiten:          354
Gelesen:        07.02.2015  bis   12.02.2015
Klappentext:
Es gibt keinen Ausweg…
Ein Anruf. Sie hat Todesangst. Das spürst du genau. Sie braucht deine Hilfe. Du würdest alles für sie tun. Du versprichst, ihr zu helfen.
Aber du weißt nicht, auf was du dich einlässt. Und du wird es bereuen. So viel ist sicher.
Bastian Thanner strandet in einem abgelegenen Dorf, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Zu Recht… Hochspannung garantiert.
Meine Meinung:
Cover:  Das Cover erscheint wieder sehr mystisch und passt hervorragend zu der ganzen Reihe. Die Schrift des Titels ist leicht herausstehend.
Inhalt
Bastian Thanner erhält eines Tages einen mysteriösen Anruf seiner Exfreundin Anna. Sie sei in großer Gefahr und jemand wolle sie töten. Er solle ihr helfen und in das Dorf Frundow kommen. Obwohl er von Anna seit Monaten nichts mehr gehört hat und sie auch nur ein paar Wochen ein Paar waren, macht er sich, nach dem die Polizei ihm nicht weiterhelfen wollte, mit seinem Freund Safi auf den Weg in das Dorf. Doch mit den Dorfbewohnern scheint etwas nicht zu stimmen. Sie sind unnahbar und leben in dem Dorf wie vor 100 Jahren. Kein Strom oder Telefon. Und dann ist plötzlich auch Safi verschwunden.
Fazit:
Ich habe mich sehr auf den neuen Roman von Arno Strobels Reihe gefreut. Bisher haben mir alle Bücher ganz gut gefallen. Auch dieser Roman hat mich sehr gefesselt, wenn ich auch für den Protagonisten Bastian nichts empfinden konnte. Er wirkt sehr unnahbar und mir fehlte die eigentliche Persönlichkeit.  Ich fand, dass Arno Strobel diesen Charakter mehr hätte ausbauen müssen.  Was Bastian dann aber in „dem Dorf“ widerfährt, hat mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Ich war immer wieder zwischen Wahrheit und Wahnvorstellungen hin und her gerissen. Arno Strobel hat es geschafft, mich immer wieder auf eine falsche Fährte zu locken und irgendwann wusste man wirklich nicht mehr, was Bastian dort wirklich erlebt.
Allerdings gibt es für den Schluss und für den Charakter Bastians einen Stern Abzug. Der Schluss war plötzlich sehr schnell. Man konnte diesen zwar nachvollziehen und meines Erachtens war er auch stimmig, aber man bleibt einfach mit offenen Fragen zurück und als ich das Buch zuklappte dachte ich, nein, so kann es doch jetzt nicht enden.
Alles in allem ein gutes Buch von Arno Strobel, wenn auch nicht sein bestes. 
Sterne:  4 von 5

Das Rachespiel von Arno Strobel

 

Genres:             Psychothriller

Verlag:               Fischer

ISBN:                978-3-596-196-944

Erschienen:      20.01.2014

Einband:           Taschenbuch

Seiten:              333

Gelesen:           25. Mai 2014 bis 27. Mai 2014

 

Klappentext:

„Erfüllst Du Deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst Du sie nicht, wird er sterben.“

Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet. In Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert. Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des „Spiels“ wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließter die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, bei dem es um Leben und Tod geht – für Frank, seine Frau, und für eine Tochter…

 

Rezension:

Frank Geissler arbeitet als Softwareentwickler und hat eine eigene Firma. Eines morgens ist in der Post ein größerer Umschlag, ohne Absender. In dem Umschlag befindet sich ein USB Stick. Da er glaubt, dass es etwas mit seiner Firma zu tun hat schließt er den Stick an. Darauf ist ein Link zu einer Website, die Frank auf sofort öffnet. Es öffnet sich ein Bild, auf dem Frank etwas grausames sieht. Dort liegt ein nackter Mann, angekettet am Boden. Seine Haare sind verfilzt und neben ihm stehen Käfige voller Ratten und diese Ratten scheinen völlig ausgehungert zu sein. Dann erscheint ein Satz, in dem Frank aufgefordert wird über eine 200 Meter Hohe Brüstung einer Brücke zu laufen. Nur so könne er das Leben des Mannes retten. Frank glaubt an einen makaberen Scherz und ignoriert das ganze. Doch am nächsten Tag findet er einen weiteren Stick und hierauf ist das grausame Video von der Ermordung des Mannes zu sehen. Die hungrigen Ratten wurden auf ihn losgelassen. Obwohl er das Video kaum betrachten kann, kann er auch nicht ausschalten. Am Ende kommt ein weiterer Satz. Es wären wohl 4 Spieler mit im Spiel und sie sollen sich alle an einem vorgeschriebenen Platz treffen. Unterschrieben mit Festus. Da läuft es Frank eiskalt über den Rücken und als er die Namen der anderen Mitstreiter list, ist das Grauen von einst wieder da.

Als sie 13 Jahre alt waren, waren sie Mitglieder einer Bande. Festus wollte ebenfalls Mitglied werden und er sollte eine Mutprobe bestehen. Doch Festus stirbt und jemand will sie nach 30 Jahren bestrafen.

 

Meine Meinung:

Gleich bei den ersten Seiten des Buches hatte ich am ganzen Körper Gänzehaut. Arno Strobel startet mit seinem neuen Psychothriller dermaßen rasant, dass mir keine Luft zum atmen blieb. Völlig fassungslos las ich die ersten Kapitel und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Er schaffte es immer wieder, mich auf die falsche Fährte zu bringen und man weiß eigentlich gar nicht mehr, wer den nun die netten sind und wer nicht. Der Schluss war dann dermaßen überwältigend und völlig überraschend. An alles habe ich gedacht, aber Arno Strobel hat es geschafft, mich fassungslos zurückzulassen. Bis auf die letzte Seite hält er die Spannung hoch, einfach fantastisch.

 

Sterne: 5 von 5

 

Der Sarg von Arno Strobel

 

Genres: Thriller

Verlag: Fischer

ISBN: 978-3-596-19102-4

Erschienen: Februar 2013

Einband: Taschenbuch

Seiten: 376

Gelesen: 23.Februar 2013 bis 25.Februar 2013

 

Klappentext:

Alles nur ein schlimmer Traum?

Sie wacht auf. Es ist dunkel. Sie kann nichts erkennen. Kein Lichtschein durch die Jalousien, keine Leuchtziffern auf dem Wecker. Nichts. Sie will sich aufrichten. Es gelingt ihr nicht. Ihr Kopf schlägt dumpf gegen Holz. Sie ist gefangen Sie liegt in einem Sarg. Und niemand hört sie schreien.

Rezension:

Eva erwacht und sie kann nichts erkennen. Es ist stockdunkel. Als sie versucht, sich zu bewegen stößt sie an der Seite an eine Wand. Auch nach oben kann sie nicht. Es fällt kein Licht ein. Die Panik erwacht. Eva liegt in einem geschlossenen Sarg. Dann plötzlich erwacht sie wieder in ihrem Zimmer. War es nur ein Traum? Aber warum hat sie dann Verletzungen an den Händen und Füßen? Dann jedoch wird ihre Stiefschwester gefunden. Sie wurde lebendig begraben. Eva hat Angst. Schon in früher Kinderzeit geschehen manchmal eigenartige Dinge mit ihr. Sie kommt plötzlich wieder an Orten zu sich, von denen sie nicht weiß, wie sie da hingekommen ist. Und es gibt Britta, eine Frau, die als Kind schreckliche Dinge erlebt hat. Sie wurde als Kind von ihrer Mutter misshandelt und von „Bekannten“ der Mutter sexuell missbraucht.

Doch was hat Britta mit Eva gemeinsam? Welches Schicksal verbindet sie. Als Eva wieder in einem Sarg erwacht, glaubt sie langsam ihren Verstand zu verlieren.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt schon in den ersten Seiten grausam. Arno Strobel versteht es spannend und grausam zu berichten, wie Eva sich in dem dunklen eingeschlossenen Sarg befindet. Ich hatte Gänzehaut und konnte kaum Atmen. Er beschreibt es so realistisch, dass man wirklich glaubt, selber in einem Sarg zu sein.

Dann die Beschreibungen von Britta, was sie in ihrer Kindheit erlebt hat, sind so grausam, dass ich manchmal für einen kurzen Moment das Buch senken musste um es zu verdauen.

Arno Strobel hat mich während dem ganzen Buch immer wieder überrascht. Er schaffte es, dass ich mir nie sicher war, wer den nun der Täter war. Die Ermittler der Polizei erscheinen mir sehr lebensecht. Ich habe das Gefühl, Arno Strobel steigert sich von Buch zu Buch. „Der Trakt“ war gut, „Das Wesen“ fand ich noch besser, „Das Skript“ war super, aber „Der Sarg“ hat alles übertroffen. Ein Thriller der Meisterklasse.

 

Sterne: 5 von 5

Das Skript von Arno Strobel

 

Genres: Psychothriller

Verlag: Fischer Verlag

Erschienen: 2012

ISBN: 3-5961-9103-1

Seiten: 384

 

Klappentext:

„Etwas Dünnes, kaltes strich über ihr Schulterblatt. Langsam, von links nach Rechts und wieder zurück. Sie hielt die Luft an, wurde beherrscht vom Dröhnenden Schlag ihres Herzens. Dann explodierte der Schmerz.“

Eine junge Frau ist verschleppt worden. Der Entführer schneidet Stücke aus ihrer Haut, um darauf eine Geschichte zu schreiben, und verschickt sie per Post…

Ein Entführungsfall, ein Serienkiller und ein Hauptverdächtiger mit beängstigender Phantasie: Brutal raffiniert erzählt Arno Strobel eine furchterregende Geschichte mit doppeltem Boden.

 

Rezension:

Die junge Studentin Nina bekommt eines Tages ein Päckchen geschickt. In diesem Päckchen befindet sich ein Stück Haut, auf einem Rahmen gezogen. Auf dieser Haut steht in Druckbuchstaben geschrieben: DER LESER Kriminalroman von Anonymus.

Nina holt die Polizei, da sie sich nicht sicher ist, um was für eine Haut es sich hier handelt. Die Polizei findet schnell heraus, dass es sich um Menschenhaut handelt und das diese Haut laut DNA der entführten Heike Kleenkamp gehört. Schnell wird Christoph Jahn, ein Bestsellerautor verdächtig, in dessen Roman ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper schneidet, um darauf den Anfang seines Romanes, der bisher von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf schreckliche Weise neu zu schreiben. Doch dieser behauptet, dass ein durchgeknallter Fan ihm das antue. Bei seinem 1. Roman wurde damals in Köln genau das gleiche gemacht, wobei der Täter nie gefasst werden konnte.

Was steckt wirklich dahinter? Wie viele Frauen müssen noch gequält und getötet werden, bis der Psychopath genug hat.

 

Meine Meinung:

Für mich bisher der beste Roman von Arno Strobel. Die beiden vorherigen „Der Trakt“ und „Das Wesen“ waren schon toll, aber „Das Skript“ übertrumpft beide. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, es war so spannend und teilweise wirklich grausam.

Es ist also nichts für schwache Nerven.

 

Sterne: 5 von 5

 

Das Wesen von Arno Strobel

 

Genres:        Thriller

Verlag:         Fischer

ISBN:            978-3-596-186327

Erschienen:  2010

Seiten: 355 Taschenbuch

gelesen: August 2012

 

Klappentext:

Ein verurteilter Psychiater und ein besessener Kommissar – ein erbittertes Psychoduell um Schuld und Rache.

Ein kleines Mädchen stirbt, und der hauptverdächtige wandert in den Knast – unschuldig?

15 Jahre später: Wieder verschwindet ein Kind, und der Albtraum beginnt von vorn – für die Ermittler und den Täter von damals.

Wie gefährlich ist Gerechtigkeit?

 

Rezension / Meine Meinung:

Der Mörder von damals ein Psychologe. Doch saß er unschuldig im Knast?

Kaum das er entlassen wird, stirbt wieder ein kleines Mädchen.

Der 2. Thriller von Arno Strobel hat mich wieder gefesselt und fasziniert. Ich fand ihn noch besser wie „Der Trakt“. Freue mich schon auf das 3. Buch „Das Skript“.

 

Sterne: 5 von 5

 

Der Trakt von  Arno Strobel

 

Genres: Psychothriller

ISBN: 978-3-596186310

Verlag Fischer

Erschienen: 2010

Seiten: 358 Taschenbuch

gelesen: April 2012

 

»Und wer bist du wirklich?« Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

 

Beurteilung: Fand das Buch nicht schlecht, aber irgendwie hat mir doch so ein wenig das Bauchkitzeln gefehlt. Trotzdem ist es spannend geschrieben und ich freue mich schon auf die beiden anderen Bücher, die von Arno Strobel schon erschienen sind (Das Wesen + Das Skript).

 

Sterne: 3 von 5

 

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    317 von  384 Seiten 

gelesen

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